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Böblingen und Sindelfingen sind zwei direkt aneinander grenzende Kreisstädte im Landkreis Böblingen des schönen Bundeslandes Baden-Württemberg. Beide Städte bilden das sogenannte „Mittelzentrum“ für alle anderen umliegenden Gemeinden des Landkreises. Dabei verbindet die beiden nicht nur die Grenze. Viele infrastrukturelle und soziale Projekte finden hier stadtgrenzenübergreifend statt. Zum Beispiel das Schulprojekt Böblingen und Sindelfingen ist ein sogenanntes interkommunales Gemeinschaftsprojekt. Die Rappenbaumschule auf der Aidlinger Str. 21 in 71034 Böblingen-Dagersheim ist ein Teil dieses Projekts.

Die Hauptschule mit Werkrealschule in Trägerschaft des Schulverbandes Rappenbaumschule Böblingen/Sindelfingen ist in den Jahren ihres Bestehens immer eine Schule mit einem hervorragenden Rundum-Sozialangebot gewesen. Die AWO bot mit ihrer Schulsozialarbeit eine breite Palette von sozialen Diensten an, welche nicht nur für die Schüler, sondern auch für alle Eltern und Lehrer der Bildungseinrichtung gedacht waren. Da gibt es in erster Linie die Öffentlichkeitsarbeit, Förderungen durch abenteuer-, erlebnis- und naturpädagogische Angebote, Krisenintervention, Beratung und Einzelfallhilfen sowie soziales Kompetenztraining und zum Schluss nicht zu vergessen das Schülercafé. All diese Angebote zusätzlich zum guten Bildungsangebot stehen im Jahre 2013 vor dem Aus.

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Dass die Schülerzahlen an vielen Orten ständig sinken ist sicher kein neuartige Problem. Die meisten Schulen haben diesen Trend durchaus kompensieren können. Ab der Schuljahresanmeldung 2012/2013 entfällt die verpflichtende Bildungsempfehlung, welche bisher nach Absolvierung der Grundschule ausgesprochen wurde. Die Landesregierung, welche die Abschaffung der Pflichtempfehlung beschlossen hat, gibt nun den Eltern die Entscheidung an die Hand, wo ihr Kind nach der Grundschule lernen soll. So gibt es neben der Ablösung des Scout-Schulranzens durch den Schulrucksack von 4you auch viele innerfamiliäre Diskussionen über den möglichst richtigen Bildungsweg.

Das erste Ergebnis dieser Reformentscheidung ist die sagenhafte Neuanmeldung von lediglich 8 Schülern an der untersten Klassenstufe der Rappenbaumschule. Und das trotz des großen, stadtübergreifenden Einzugsgebietes. Damit ist die Klassenstärke weit unter 50 Prozent des Angestrebten. Da auch bereits die anderen Klassen sehr dünn besetzt sind, sieht des Schulleiter keinen Sinn mehr in der Erhaltung der Schule, da wohl in den nächsten Jahren immer mehr Eltern ihre Kinder selbständig auf „besseren“ Schulen anmelden werden. So ist nun für die verbleibenden 58 Schüler eine möglichst unkomplizierte „Abwicklung“ nötig.

Vielerlei Dinge gibt es dabei zu beachten. Alles soll in Absprache mit den Eltern so reibungslos wie nur möglich ablaufen. Besonders die weiteren Fahrtwege und deren Finanzierung sind zum Teil ein größeres Problem für einzelne Betroffene. Zwänge soll es in keinem Fall geben, alle Eltern sollen die Möglichkeit der freien Entscheidung über den Umzug haben. Und dieses Schicksal der Rappenbaumschule wird ganz sicher kein Einzelfall bleiben. Wünschen wir an dieser Stelle allen Beteiligten wenig Stress und gutes Gelingen. Ob all das letztlich dem Wohle der Schüler dient, bleibt aber abzuwarten.